Informationen für Patienten

Vitamin- und Mikronährstoffdiagnostik
Untersuchungen in Europa haben gezeigt, dass viele Menschen nicht optimal mit Mikronährstoffen versorgt sind. Nicht immer wird die für den menschlichen Organismus notwendige Mindestzufuhr an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren erreicht. Mikronährstoffe sind an sämtlichen Immunreaktionen beteiligt und stehen in ihrer Wirkung in enger Wechselwirkung zueinander. Eine defizitäre Versorgung dieser essentiellen Nährstoffe gehört zu den wichtigsten Ursachen von Infektanfälligkeit. Vor allem Personen, die sich einseitig ernähren, ältere Menschen, Sportler, Schwangere oder Tumorpatienten sind oft von einem Vitaminmangel betroffen.

Ein suboptimaler Vitamin- und Mineralstoffstatus verursacht viele unspezifische Beschwerden und Befindlichkeitsstörungen. Mit Hilfe moderner Laborparameter kann mittels einer Blutanalyse die individuelle Versorgungssituation des Patienten überprüft werden und liefert somit ganz konkrete Werte über den tatsächlichen Mikronährstoffstatus. Außerdem kann eine beginnende Nährstoffverarmung aufgedeckt werden.

Stoffwechseldiagnostik
Der Stoffwechsel, auch Metabolismus genannt, beschreibt die Gesamtheit der lebensnotwendigen biochemischen Vorgänge beim Auf-, Um- und Abbau des Organismus beziehungsweise beim Austausch von Stoffen zwischen Organismus und Umwelt. Er ist besonders anfällig für Störungen, da er durch Hormone, Nerven und Enzyme reguliert wird. Mit Hilfe der Stoffwechseldiagnostik ist man in der Lage, diverse Zwischen- und Endprodukte des Stoffwechsels zu messen. Dadurch erkennt der Arzt mögliche Fehlfunktionen von Stoffwechselprozessen im Körper. Die Stoffwechseldiagnostik bietet also einen kompakten Überblick über metabole und neuro-metabole Prozesse sowie den Metabolismus von Proteinen, Fetten, Nukleinsäuren und Kohlenhydraten.

Allergiediagnostik
Mehr als 25 Prozent der Bevölkerung in industrialisierten Ländern sind von Allergien betroffen. Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf einen bestimmten Stoff. Aufgrund einer Störung des Immunsystems reagiert dieses auf das Allergen wie auf einen Krankheitserreger und bildet übertrieben viele Abwehrstoffe. Mithilfe der Allergiediagnostik per Blutbefund ist es möglich, die Allergieauslöser exakt auszuforschen. In den Diagnostikzentren bedienen wir uns spezieller Allergietests, die Antikörper identifizieren, die das Immunsystem gegen Bestandteile von Nahrungsmitteln gebildet hat. Diese Abwehrreaktion des Körpers äußert sich in einer Reihe von Symptomen:

Auch wenn die Bedeutung nahrungsmittelspezifischer IgG- und IgG4-Tests immer noch kontrovers diskutiert wird, sollte ein orientierender Allergietest zumindest dann in Erwägung gezogen werden, wenn der Patient Beschwerden hat, die trotz negativer herkömmlicher Tests (klassische IgE Allergietests, die nur Antikörper vom Soforttyp aufzeigen) an eine Nahrungsmittelunverträglichkeit denken lassen. Es seien jedoch differentialdiagnostisch immer die klassischen Unverträglichkeiten wie Laktose- und Fruktose-Unverträglichkeit sowie die häufig vorkommende Pseudoallergie gegen Histamin auszuschließen.

Säure-Basen-Regulation
In der Ganzheitsmedizin ist die Untersuchung auf Störungen im Säure-Basen-Stoffwechsel bei chronischen Erkrankungen fester Bestandteil. Orale Therapieformen zur Korrektur des Verhältnisses von Säuren und Basen im Körper dominieren dabei. Von übergeordneter Bedeutung in der Therapie ist die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten des Patienten hin zu einer basenreichen Kost, die weitestgehend einer gesunden Vollwertkost entspricht. Eine optimale Stoffwechselfunktion ist jedoch nur bei einem optimalen Mikronährstoffstatus und einer ausreichenden Reserve dieser essentiellen Stoffe möglich. Von besonderer Wichtigkeit für den Säure-Basen-Haushalt sind die Mikronährstoffe Kalium und Zink, aber auch Magnesium und Calcium.

Symptome wie Erschöpfung, Schlafstörungen, Ekzembereitschaft oder Sodbrennen können Zeichen eines gestörten Säure-Basen-Verhältnisses sein. Mit Hilfe von Harnproben und einem Protokoll der Ernährungsgewohnheiten kann die Messung der ph-Werte sowie die Bestimmung der Pufferkapazität im sauren und basischen Bereich durchgeführt werden. Dieses Tagesprofil des Säure-Basen-Haushaltes nach Sander gibt genaue Auskunft über mögliche Störungen des Säure-Basen-Haushaltes. Wird eine Störung festgestellt ist die Versorgung mit basischen Mineralien essentiell. Außerdem wird eine Korrektur der Lebensführung in Bezug auf Ernährung und Bewegung empfohlen.